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Ressourcenorientierte Kunsttherapie für Kinder und  Jugendliche mit Fluchterfahrung

Ein außerschulisches künstlerisches Bildungsprojekt

Eine Kooperation zwischen dem Träger Verein Freies Kinderhaus/pntf und der Mörikeschule seit 2014

 

Wer kann Teilnehmen?
Das kunsttherapeutische Gruppenangebot ist für Kinder und Jugendliche der VKL- Klassen mit Fluchterfahrung oder Kinder mit Migrationshintergrund. Kinder mit Fluchterfahrungen werden vorrangig aufgenommen. Beim Wechsel in die Regelklasse kann die Kunsttherapie nach Bedarf und in Absprache mit den KlassenlehrerInnen weiter besucht werden. In Ausnamefällen ist auch der Besuch der Kunsttherapiegruppe für Kinder aus einer Regelklasse möglich. Die Anmeldung erfolgt in Absprache mit der zuständigen Kunsttherapeutin über den/die KlassenlehreIn. Die Teilnahme ist für ein Schuljahr verbindlich.

 

Warum Kunsttherapie ?
Das zentrale Ziel der Kunsttherapie ist die Wiedererlangung der Voraussetzungen zur Lernfähigkeit bei Kindern mit traumatischen Erfahrungen, insbesondere traumatische Fluchterfahrungen. Diese Kinder sind durch die traumatischen Erfahrungen von Krieg und Flucht oft in ihrer psychosozialen und kognitiven Entwicklung blockiert.

Durch die Arbeit der Kunsttherapiegruppen an Schulen sollen die desintegrierenden Folgewirkungen der Traumatisierung reduziert werden. Im kreativen Schaffen und in der therapeutischen Beziehung werden seelische Prozesse ausgedrückt, bearbeitet und verändert.

Die Kunsttherapie eignet sich besonders gut für die Arbeit mit Kindern mit traumatischen Fluchterfahrungen, da die weltumspannende Sprache der Kunst am Gruppenbeginn eine nonverbale Kommunikation zwischen Therapeutin und Kind ermöglicht. Anfängliche Sprachbarrieren können so bewältigt werden. Im weiteren Gruppenverlauf fördert insbesondere das „Sprechen über die Bilder“ den Spracherwerb der Kinder. Mithilfe der Kunsttherapie wandeln sich die Schreckensbilder der Vergangenheit in den Köpfen der Kinder langsam in Kraft und Fantasie für die Gegenwart und Zukunft.

Je mehr die traumatischen Erfahrungen im Erleben des Kindes in den Hintergrund treten, desto offener sind sie für neue Lernerfahrungen und desto besser können sie altersadäquate Anforderungen erfüllen. Die Auseinandersetzung mit Farben, Formen und Symbole fördert außerdem den Spracherwerb der Kinder. Damit haben die Kinder und Jugendlichen eine bessere Chance zur Integration in Schule, Beruf und Gesellschaft. Diese Kernarbeit hat Ausstrahlungskraft auf zwei für die Integration diese Kindern und Jugendlichen wichtige Lebensbereiche: In der Schule, ihrem direkten Umfeld, wirken die Kunsttherapiegruppen der Isolation der Kindern entgegen. Für viele der Kinder stellt allein die Tatsache, dass es andere Kinder gibt, denen Ähnliches passiert ist, eine große Erleichterung dar. In den Kunsttherapiegruppen erlernen die Kinder zudem Toleranz gegenüber den unterschiedlichen Herkunftsländern und -kulturen oder ehemals verfeindeter Ethnien zu entwickeln.

Zusammenarbeit und Kooperationen

Die Kunsttherapie ist ein Kooperationsprojekt des psychosozialen Netzwerks für traumatisieret Flüchtlinge Nürtingen und der Mörikeschule Nürtingen. Daher arbeitet die Kunsttherapie eng mit den KlassenlehrerInnen, der Schulsozialarbeit und mit Ehrenamtlichen zusammen, um die Kinder bestmöglich zu Unterstützen.

Durch Aufklärungsarbeit und Fortbildungsveranstaltungen werden die Probleme und besonderen Umstände von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung thematisiert und der Zugang zu diesen erleichtert.

 

   

Nina Raber-Urgessa (pntf)
Dipl. Kunsttherapeutin
kth Fachberaterin in Psychotraumatologie

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Telefon: 0176/21594310

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